In Deutschland gehört das Lesen von Büchern für viele Menschen fest zum Freizeitverhalten – ob gedruckt oder digital. Statistische Erhebungen und Umfragen liefern spannende Einblicke in das Leseverhalten, die Nutzung digitaler Formate sowie Veränderungen über die Zeit.
Wie viele Deutsche lesen Bücher?
Laut einer repräsentativen Befragung lesen rund 80 % der Deutschen zumindest hin und wieder ein Buch – egal ob gedruckt oder als E‑Book. Damit zeigt sich, dass Buchlesen in der Bevölkerung weit verbreitet ist. (Bitkom e. V.)
Digitale und gedruckte Formate
- Mehr als ein Drittel der Deutschen liest regelmäßig E‑Books. (Bitkom e. V.)
- Rund 10–15 % lesen überwiegend digitale Bücher, während etwa ein Drittel eher gedruckte Bücher bevorzugt. (Bitkom e. V.)
Diese Entwicklung zeigt, dass klassische Print‑Books weiterhin stark sind, aber digitale Formate zunehmend an Bedeutung gewinnen – besonders bei jüngeren Leserinnen und Lesern. (Bitkom e. V.)
Wie oft lesen Deutsche Bücher?
Statistische Erhebungen zeigen unterschiedliche Lesehäufigkeiten:
- Eine frühere Auswertung (Allensbacher Markt‑ und Werbeträgeranalyse) ergab, dass etwa 12,8 % der Deutschen Bücher täglich lesen, rund 18 % wöchentlich und ca. 10 % monatlich. Zugleich gaben rund 42 % an, weniger als einmal im Monat oder gar nie zu lesen. (International Publishers Association)
Das heißt: Regelmäßige Leserinnen und Leser machen einen nennenswerten Anteil aus, aber ein großer Teil der Bevölkerung greift eher selten zu Büchern. (International Publishers Association)
Wie viel Zeit wird fürs Lesen aufgewendet?
Aktuelle Zeitverwendungsdaten zeigen, dass Menschen in Deutschland im Durchschnitt etwa 27 Minuten pro Tag mit dem Lesen von Büchern und anderen Medien verbringen (ab 10 Jahren). Dieser Wert ist im Vergleich zu vor zehn Jahren etwas gesunken (früher waren es rund 32 Minuten täglich). (Statistisches Bundesamt)
Dieses Lesen umfasst sowohl gedruckte als auch digitale Medien (z. B. E‑Books). (Statistisches Bundesamt)
Alters‑ und Zielgruppentrends
Jüngere Leserinnen und Leser zeigen ein stärkeres Interesse an digitalen Formaten. So lesen in der Altersgruppe zwischen 16 und 29 Jahren viele zumindest gelegentlich E‑Books – etwa die Hälfte dieser Altersgruppe. (Bitkom e. V.)
Zudem spielen Bücher für Kinder und Jugendliche weiterhin eine wichtige Rolle, sowohl im Schulkontext als auch im Freizeitbereich. (DIE WELT)
Entwicklungen und Herausforderungen
Einige Marktdaten deuten darauf hin, dass der Buchmarkt in Deutschland seit einigen Jahren strukturellen Wandel erlebt:
- In den letzten Jahren ist die Anzahl der Menschen, die regelmäßig neue Bücher kaufen, gesunken – es wird über Rückgänge bei Käuferzahlen und Verkäufen berichtet. (lesestunden)
- Gleichzeitig steigt die Nutzung digitaler Angebote, was zeigt, dass Leserinnen und Leser ihre Gewohnheiten ändern, nicht unbedingt das Interesse am Lesen verlieren. (Bitkom e. V.)
Fazit – Leseverhalten in Deutschland
- Großer Anteil der Bevölkerung liest Bücher: Etwa 80 % greifen zumindest gelegentlich zu Büchern. (Bitkom e. V.)
- Vielfältige Leseformen: Gedruckte Bücher bleiben stark, E‑Books gewinnen an Bedeutung – besonders bei Jüngeren. (Bitkom e. V.)
- Moderate Lesezeit: Durchschnittlich rund 27 Minuten täglich wird für Lesen aufgewendet. (Statistisches Bundesamt)
- Unterschiedliche Häufigkeit: Ein signifikanter Teil liest regelmäßig; andere eher selten oder gar nicht. (International Publishers Association)
Insgesamt bleibt Lesen in Deutschland ein weit verbreitetes Hobby und eine wichtige kulturelle Aktivität – trotz Veränderungen in Mediennutzung und Zeitbudget.
Wenn du möchtest, kann ich den Beitrag mit Grafiken, Altersgruppenvergleichen oder Vergleich zu anderen europäischen Ländern erweitern.